Hygienekonzept für Segeltörns

Hygienekonzept

Corona ist auch für Segeltörns ein Thema

Abstand halten auf Segelbooten ist ja nun leider auch völlig unmöglich. Auf Abstand kann nur verzichtet werden, wenn niemand mit hinreichender Sicherheit infiziert ist. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Ostseestürmer e.V. ein Hygienekonzept für unsere Segeltörns entwickelt. Es soll  sicherstellen, das  eine Infektion von Crewmitgliedern möglichst noch vor Fahrtantritt erkannt werden kann, eine Infektion auf dem Törn vermieden wird und bei auftretenden Symptomen nach dem Törn eine Information an die anderen Teilnehmer sichergestellt ist.

Hygienekonzept in 10 Punkten

Unser Konzept besteht aus 10 einfachen Punkten:

Corona darf nicht mit an Bord

  • Jeder Teilnehmer hat 14 Tage vor Törnantritt ein tägliches Gesundheitstagebuch zu führen, das neben der Körpertemperatur auch allgemeine Covid-19 Symptome (bzw. deren Ausbleiben) täglich dokumentiert.
  • Alle  Teilnehmer müssen sich verpflichten, in den letzten sieben Tagen vor Törnantritt, die sozialen Kontakte auf das unvermeidbare Minimum zu reduzieren (keine Restaurant- oder Kneipenbesuche, kein Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vielen Personen) und streng auf die allgemeinen Hygieneregeln zu achten.
  • Wenn jemand versehentlich die Hygieneregeln nicht eingehalten hat oder dies unmöglich war, oder wenn unspezifische Symptome auftreten sollten, dann ist eine Testung vorab notwendig.

Nur Mitglieder, die dies alles beachten, können wir bis auf Weiteres auf unseren Törns mitnehmen, denn nur so kann das Risiko einer unerkannten Infektion im Vorfeld vernünftig reduziert werden. Jeder muss also entweder wird ein 14tägiges Gesundheitsprotokoll oder ein negatives Testergebnis (nicht älter als 72 Stunden seit dem Test) vor Abfahrt vorzeigen. Wer beides nicht hat fährt nicht mit. Keine Ausnahme!

Bootsübernahme

Nur der Skipper übernimmt das Boot und trägt dabei eine FFP2-Maske. Nach der Übernahme werden erst sämtliche Oberflächen geeignet desinfiziert, bevor andere Crewmitglieder oder Gepäck an Bord gehen können.

Hygienebeauftragter

Der Skipper benennt einen Hygienebeauftragten, der auf die Einhaltung der Regeln achtet und die Mannschaft entsprechend anweist. Er hat auch täglich die Liste der Risikogebiete zu prüfen.

Einkaufen zuhause

Hier kennt ihr die richtigen Geschäfte und seit zeitlich flexibel. Außerdem vermeidet ihr die Stoßzeiten zu der Yachtübernahme in den hafennahen Supermärkten. Frisches muss natürlich unterwegs gekauft werden.

Verhalten in den Häfen

Es wird überall dort das Tragen einer Maske empfohlen, wo Abstände nicht eingehalten werden können; dies ist auf Stegen im Hafenbereich z.B. häufig der Fall. Bzgl. der Sanitäranlagen sollten die Stoßzeiten unbedingt vermieden werden, ggf. sind Ein– und Auslaufzeitpunkte entsprechend zu planen.
Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Fremden sind zu möglichst zu meiden. Aus diesem Grund dürfen z.B. Restaurants und Kneipen etc. nur im Außenbereich besucht werden.

Einkaufen während es Törns

Während des Törns sollte nur dann eingekauft werden, wenn dies auch wirklich notwendig ist (nicht „Shoppen“ gehen). Einkaufen geht der / die Smutje + ein weiteres Crewmitglied (immer die gleichen). Andere Crewmitglieder sollen die Geschäfte nicht betreten. Beim Einkaufen tragen wir Maske, unabhängig davon, ob das dort auch vorgeschrieben ist. Außerdem müssen sich die Einkäufer die Hände desinfizieren, sobald sie das Geschäft verlassen haben.

Hände desinfizieren beim Betreten des Bootes

Jeder der an Bord kommt, muss sich die Hände desinfizieren, bevor er unter Deck geht, immer! Das gilt auch bei Übernahme oder bei Regen.

tägliche Flächendesinfektion

Der / die Hygienebeauftrage trägt dafür Sorge, dass alle üblichen Kontaktflächen an Bord täglich mit Oberflächendesinfektion behandelt werden.

Risikogebiete meiden

Die Skipper sind angewiesen keine Tagestörns zu planen, die einen Hafen in einem Risikogebiet zum Ziel haben.

Sofern der Törn aus nautischen oder medizinischen Gründen gezwungen ist einem Hafen in einem Risikogebiet anzulaufen, sind folgende Hinweise zu beachten, um eine Quarantänepflicht für die Crewteilnehmer zu vermeiden:

Hinsichtlich einer Quarantänepflicht ist es unschädlich:

  1. Den Törn für “Tagesaufenthalte” (ohne Übernachtung) in Risikogebieten zu unterbrechen (vgl. CoronaEinrVO, §2 (1), Satz 4), solange das eigentliche Törnziel nicht im Risikogebiet liegt.
  2. sich im Risikogebiet wegen Seekrankheit oder anderer medizinischer Gründe aufzuhalten (vgl. CoronaEinrVO, §3, (4), Nr. 4). Gesunde Crewmitglieder dürfen das Schiff aber nicht verlassen.
  3. sich in an Bord in einem Hafen im Risikogebiet aus nautischen Gründen (z.B. Sturm) aufzuhalten, wobei dann niemand das Schiff – gleich aus welchem Grund – verlassen darf (führt nicht zum „Betreten“ des Risikogebietes). Es dürfen natürlich auch keine Gäste empfangen werden (Kontaktvermeidung).

Bei Infektionsverdacht

Zeigt jemand während des Törns Symptome einer SARS-COV2-Infektion oder wird ein Crewmitglied über zurückliegenden Kontakt mit einer positiv getesteten Person informiert, so kehrt das Boot direkt zum Ausgangshafen zurück. Das Crewmitglied wird bis dahin isoliert (eigene Kajüte, eigene Toilette) und darf diesen Bereich nicht verlassen. Alle anderen tragen beim Aufenthalt unter Deck Mundschutz. Alle Flächen sind regelmäßig zu desinfizieren.