Törnbericht Ostsee 2020 Crew André

Nachdem wir nun alle seit über einer Woche wieder festen Boden unter den Füßen haben und bei vielen Mitfahrern das schwanken langsam ein Ende haben dürfte, möchte nun auch ich euch ein wenig detaillierter mitteilen, wie wir den Törn auf der Ostsee 2020 erlebt haben.

Los ging es mit der Anreise, die wir danke der super Unterstützung von der Crew um Carsten und vor allem unter Zuhilfenahme des von Pascal organisierten Bullis bereits am Freitagabend gut vorbereiten konnten, sodass wir Samstagmorgen gegen 07:45Uhr Stadtlohn hinter uns lassen konnten. Nach einer Rast und einer Stärkung, die unsere Smutjes Annette und Guido vorbereitet hatten, kamen wir rechtzeitig in Warnemünde an, um die Yachten zu übernehmen und nach erfolgreicher Übernahme mit der Beladung (dem Einzug) zu beginnen…

Unsere Baltica. Eine Bavaria 51…

Nach einem schönen gemeinsamen Abend entschieden wir gemeinsam als Crew (wir saßen tatsächlich mit 7 Personen um die Karte und alle waren sehr interessiert, wie man eine Woche inkl. Seekarten und Wind-/ Wettervorhersage plant), genauso wie die Crew um Rüdiger erst mal Richtung Westen zu segeln, um mit halben Wind Burgtiefe auf Fehmarn anzusteuern. Gesagt, getan…

Nach erfolgter Einweisung in die Sicherheit und die Technik des Schiffes und einem erfolgreichen Ablegenmanöver gegen 10:20 Uhr (wer bitte belegt die Vorleine an dem Dalben mit einer Schot und wer machte einen Palsteg um die Dalben) fuhren wir gemütlich aus dem Hafen raus, sodass das Vorschiff ohne Hektik abgeräumt werden konnte und die ganze Crew in aller Seelenruhe die Hafenausfahrt genießen konnte. Unter Motor fuhren wir nach Queren des Fahrwassers Warnemünde zur Tonne Reede 1, um dort erstmals die Segel zu setzen. Mit Landabdeckung und einer hochmotivierten Crew gelang das fürs erste Mal auf diesem Törn sehr gut. Gewöhnungsbedüftig zeigte sich das Roll-Groß, was nach einem kleinen Zug am Unterliekstrecker sofort dazu führte, dass das Segel komplett heraus rauschte.

Die Segel sind erstmals gesetzt…

Aber egal, wir wollten eh mit vollen Tuch aufbrechen. Die Fock noch gesetzt und ab ging es Richtung Fehmarn. Wir passierten Backbord querab Kühlungsborn und bekamen es dann mit einem spannenden Windphänomen, zu tun, was die App Windy schon vorhergesagt hatte. Der Wind fiel kommend von 4bft bis auf 0 ein. Wir fuhren noch mit einem Rest Geschwindigkeit weiter. Die See war einen Augenblick lang glatt, bis einige von uns in der Ferne BB querab entdeckten, dass auf dem Wasser Krönchen zu sehen waren und das Wasser rau und dunkel war. Da kam der Wind und laut Windy sollte es sofort mit 4-5 bft weiter gehen. Und so kam es auch. Der Verklicker drehte sich 2x um die eigene Achse und dann war der Wind da. Von den einen zum anderen Augenblick von 0-1 auf 4-5 bft. Die Baltica, übrigens ein sehr gut ausgestattetes Schiff, was im Jahr 2019 überwiegend auf dem Atlantik im Einsatz war, wurde vom Wind auf die Backe gelegt und beschleunige mit einem Schlag auf 7 Knoten. Somit flogen wir an die Fahrwassermitten-Tonne für die Einfahrt nach Lübeck vorbei und steuerten auf Burgtiefe zu. Gegen 16:40 Uhr hatten wir die Fahrwassertonne Burg 1 südlich von Fehmarn erreicht und schmissen die Segel runter. Da die Wellen sich vor Fehmarn Richtung 1,5m auftürmten, war das abtakeln spannend, aber erfolgreich. Nach der Einfahrt in das sehr enge Fahrwasser von Burg erreichten wir den Hafen Burgtiefe gegen 17 Uhr.

Ein schöner Sonnenuntergang auf Fehmarn

Nach der Einfahrt in den rund angelegten Hafen und dem Wiedersehen mit der Crew um Rüdiger stellten wir fest, dass unser Plan, die Box in diesem Hafen per App vorab zu reservieren, nicht sehr hilfreich war. Erstens war die Box belegt, zweitens stand an der Box netterweise die mögliche Einfahrbreite dran, die in der App aber nicht ersichtlich war. Dort stand 4,20m. Nach Blick in unser Logbuch stellten wir fest, dass wir mit einer Breite von 4,70m nicht mal mit genügend Schwung unser Heck in diese Box bekommen hätten. Egal… Wir drehte in aller Ruhe 2 – 3 Runden in dem Hafen, wobei uns das funktionierende und sehr kräftige Bugstrahlruder gut unterstütze. Wir entdeckten eine Box, in der ein Dalben fehlte, also sozusagen eine Doppelbox. Nach kurzer Besprechung an Deck schoben wir unser Heck sanft Richtung Steg und übergaben die Leinen an die Crew von Rüdiger, die netterweise unterstützte. Nachdem Guido nun die Luvseite mit der Vorleine im Griff hatte, konnte nichts mehr passieren. Allerdings wunderten sich Guido und Katrin, dass unsere Baltica noch 4m vorne aus der Box gucke. Was soll ich sagen. Die Box war augenscheinlich nicht für diese Bootsgröße ausgelegt. Egal, wir waren sicher fest und konnten uns entspannen. Dirk machte sich auf den Weg zu Hafenmeister, um die geänderte Box zu besprechen. Während er unterwegs war, kam ein Rettungswagen samt Notarzt vorgefahren, was schnell unsere Aufmerksamkeit bekam. Unterdessen trafen Ludger und Martina Spicker bei uns ein, die eigentlich Teil unserer Crew in Kroatien gewesen wären. Nach einer Corona-gerechten Begrüßung und ein wenig Smalltalk luden wir die beiden ein, Kaffee und Kuchen mit uns draußen an Deck zu genießen. Wir hatten ja bei einer für 10 Personen ausgelegten Yacht und einer 7-köpfigen Crew ausreichend Platz, um den erforderlichen Abstand von 1,5m zu den beiden zu halten. Der Besuch freute André ganz besonders, da er Teil des Throngefolges des diesjährigen Schützenkönigs Ludger ist.

Nach einer Weile kam Dirk dann mit recht ernst aussehender Miene wieder. Den Notarzteinsatz hatte er veranlasst, da vor dem Büro des Hafenmeisters eine Person mit einem epileptischen Anfall auf dem Boden lag und krampfte. Ohne zu zögern rief er die 112, wobei er leider nicht genau erklären konnte, wo er sich befand. Nach ein paar gezielten Fragen am Telefon klappte dann aber doch alles. Der Person konnte sofort geholfen werden. Persönliche Anmerkung von mir… “Dirk, gut gemacht!!! Vorbildlich…”

Wir verabschiedeten nach einer Stunde Ludger und Martina und machten uns nach einem abermals hervorragendem Essen einen gemütlichen Abend unter Deck. Dem einen oder anderem zuckte zu Dirk´s sehr guten Musikauswahl sogar das Tanzbein (Platz genug hatten wir ja), was sich allerdings gegen 0 Uhr legte… 🙂

Am nächsten Morgen war unser Ziel nach Abstimmung am Vorabend dann Bagenkop in Dänemark, was bedeutete, dass wir mindestes 42sm im Kielwasser liegen lassen mussten. Nach Ausfahrt aus dem Fahrwasser vor Burg türmten sich die Wellen Richtung 1,5-2m, was dazu führte, dass das Segelsetzten schon etwas aufregend wurde. Aber es klappte alles. Nach passieren des Kap östlich von Fehmarn setzten wir Kurs gen Norden, um die Runde um Fehmarn zu beginnen. Leider schlief der Wind wie vorhergesagt ein und wir mussten unter Motorenkraft die Reise Richtung Bagenkop fortsetzen.

Ein bedrohliches Wolkenbild von Langeland. Gott sei Dank nur ein bisschen Regen…

Gegen 17 Uhr hatten wir die Hafeneinfahrt von Bagenkop voraus. An Steuerbord begleiteten uns ein paar Schweinswale. Nach Einfahrt in der Hafen und einen kurzen rundumblick entschlossen wir uns, an das Schiff der Crew um Rüdiger längsseits zu gehen. Dies Anlegemanöver klappte wieder hervorragend. Die Crew hat sich offensichtlich eingespielt. Wir verbrachten mit der Crew von Rüdiger einen feuchtfröhlichen Abend bei uns unter Deck und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Der Sonnenuntergang in Bagenkop
Rüdigers und unsere Crew im Päckchen… Party im Tanzsaal!

Am nächsten Morgen gegen 10:36Uhr (ja, es war doch spät am Vorabend) machten wir den Weg für die Crew um Rüdiger frei und machten uns aufgrund unseres Tiefganges mit einem großen Bogen auf den Weg um das Kap von Langeland. Die Crew von Rüdiger überholte uns fast unbemerkt in flacheren Wasser (mit einem Tiefgang von 1,85m geht das auch…) und setze sich vor uns. Wir machten uns somit als Mini-Flotille auf den Weg nach Vejro, um dort mit allen drei Schiffen den Hafen von Bo einzunehmen. Auch die Crew von Carsten war bereits auf dem Weg dorthin. Nach der Fahrt mit bis zu 9 Knoten, die uns aufgrund eines sehr achterlichen Windes mit 5 bft und einer Welle von 1 – 1,5m zum Ausführen einiger Halsen zwang (wir hatte ja nur das Vorsegel raus, was die Sache deutlich erleichterte), passierten wir Vejro gegen 16:45 Uhr querab an Steuerbord.

Vejro in Sicht…

Da die Crew um Rüdiger die Nase doch vorne behielt (was Rüdiger auch ausgiebig feierte) und Diese somit ca. 20 Minuten vor uns in den Hafen einfuhren, erwarteten uns bereits 15 euphorische Ostseestürmer, die uns leider nur noch die Stegkante für ein Anlegemanöver übrig ließen, bei dem uns der Wind vom Steg wegdrückt. Da wir im zweiten Anlauf sehr langsam an den Steg ran fuhren und die an Lang stehenden Ostseestürmer schnell die Leine nahmen, gelang das Anlegemanöver unter Mithilfe von viel Muskelkraft dann doch noch. Das einzige, was André Sorgen bereitete, war der Tiefgang, der auf dem Echolot nur noch 2,1m anzeigte. Da wir aber 2,2m Tiefgang hatten, würden wir wohl Bodenkontakt haben. Naja, sei´s drum. Was soll schon passieren…

Wir feierten das Treffen aller drei Crew´s und aller drei Schiffe ausgiebig mit Gitarrenmusik am Lagerfeuer, wo Markus allerdings auf seinen kongenialen Gitarrenpartner verzichten musste, dem die Jagd um die schnellere Ankunft scheinbar doch die letzten Kräfte geraubt hatte. Namen lassen wir jetzt mal raus… An dieser Stelle einen schönen Gruß an meinen Skipperkollegen aus Bocholt…

Alle drei Yachten vereint…
Lagerfeuerromantik

Am nächsten Morgen verfolgten wir während unseres Frühstückes mit Spannung, wie die Crew um Carsten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte, die Yacht gegen den mit 3-4 bft an den Steg drückenden Wind loszukommen. Das gelang dann erst nach ca. 1 Stunde, was alle Ostseestürmer sehr erleichterte. Da wir ja diesen Stress bereits beim Anlegen am Vortag durchlebt hatten, konnten wir selbst ohne Zuhilfenahme des Motors alle Leinen bis auf die StB-Achterleine losschmeißen und in aller Ruhe die Leinen und Fender bergen. Dann legten wir den Rückwärtsgang ein, schmissen die letzte Leine los und Dirk fuhr uns sicher aus dem Hafen. Nach ca. 0,5sm setzten wir die Segel und machten uns mit halben Wind und ca. 8-9 Knoten Richtung Grönsund auf, um unser Tagesziel Klintholm zu erreichen. Vor der ersten Brücke zur Einfahrt in der Grönsund machten sich die dänischen Bauarbeiter eine Spaß daraus, uns vor der Brückendurchfahrt eine links-rechts-Schikane einzubauen. Ok, es könnte auch an dem Neubau der Brücke liegen, der augenscheinlich begonnen hatte. Nach dem wie immer spannenden passieren der ersten Brücke (“Helm auf, der Mast kippt”) segelten wir mit ordentlich Speed durch den Sund. Und ja, wir segelten dort durch. Kein Motor nötig. Das war für mich eine Premiere.

Das sieht knapp aus. Es sind aber immer noch Meter Spielraum… Alles safe…
“Irgendwie macht die Brückendurchfahrt Spaß…”

Nach Verlassen des Sund mit zugehöriger Passage des östlichen Fahrwassers setzten wir Kurs auf Klintholm ab. Die Andromeda, die ca. 30 Minuten vor uns den Sund verlies, setzte ebenfalls Kurs auf Klintholm. Damit ist der Schatz wohl futsch, der dort dieses Jahr offensichtlich versteckt wurde. Mit achterlichen, auffrischenden Wind und einer Welle von bis zu 2 Meter surften wir die Wellen runter. Ich übernahm das Ruder und hatte mit dem Ruder tatsächlich meine Liebe mühe, da das Lenkrad wirklich bis zu 180° hin und her gedreht wurde. Nach dem Bergen der Segel gegen den Wind wurden wir von einer Welle in den Hafen gespült und nach einer enge Kurve nach Backbord lag unser Liegeplatz voraus. Wir wurden von einem Freudetänzchen der Crew um Carsten begrüßt, da diese gerade den Ostseestürmer-Schatz gefunden hatte. Da wir beim Anlegen allerdings wegen lauter Musik unser eigenes Wort nicht mehr verstehen konnte, bat ich leider etwas unsanft um die kurzzeitige Unterbrechung der lauten Musik, damit wir das Schiff sauber fest bekommen konnten. Es war vollbracht, allerdings hatten wir einen Sturmtag vor uns und da der Liegeplatz nicht ideal war, verholte die Crew um Carsten netterweise ihr Schiff, sodass wir uns davor legen konnten. Den Abend verbrachten wir abermals in geselliger Gemeinschaft, allerdings diesmal auf der Andromeda, da sich die Vorräte an Kaltgetränken auf der Baltica dem Ende nährte.

Alles Sturmsicher machen…
da will man jetzt nicht wirklich raus… Ab ins Warme zurück…
Ein netter Standspaziergang… Juliane und Ramona balancieren ne Runde…

Am Donnerstag war mit 8-9 bft ab Mittag ein nicht zu unterschätzender Wind angesagt, was uns dazu veranlasste, ein schönen “Gammler”-Tag einzulegen. Nach einem späten Frühstück, einem ausgiebigen Spaziergang an der Küste sowie einer kurzen Dorfbesichtigung machten wir uns daran, eine Runde Dog zu spielen. Gegen 15 Uhr frischte der Wind dann tatsächlich deutlich auf, und wir lagen nur durch den Winddruck am 21,2m hohen Mast mit Krängung am Steg. Das wurde klar, als Marion während des Spiels ihren Flummi auf den Tisch legte, welches fast vom Tisch rollte. Gegen 20 Uhr dreht der Wind dann auf West und ging tatsächlich Richtung 9 bft. Das verriet uns der Flummi :-). Der Abend ging gemütlich zu Ende und wir machten uns rechtzeitig in die Kojen, da wir am kommenden Morgen früh raus wollten und den Sonnenaufgang auf dem Wasser erleben wollten. Das könnte auch daran liegen, dass wir geplant 52 Seemeilen im Kielwasser lassen mussten.

Am Freitagmorgen war die Mannschaft nach dem morgentlichen walk arround, den Motorcheck und der Notizen für Wetter und Navigation pünktlich an Deck. Nach einem problemlosen Ablagemanöver über die Achterspring machten wir uns auf den Weg Richtung Warnemünde, um mit dem letzten Schlag den Törn schön ausklingen zu lassen. Nach verlassen des Hafens in Klintholm setzten wir unmittelbar an, die Segel zu setzen, als plötzlich sämtliche Telefone und das Funkgerät mit Peters stimme ertönte. Grund dafür war ein Hilfeersuchen der Crew um Casten, da sich die Andromeda während der Sturmtages mit Ihren etwas tieferen Kiel scheinbar langsam und sanft in den Schlick des Hafenbeckens gearbeitet hatte. Somit hatte Carsten beim Ablegemanöver keine Chance, das Schiff von der Stelle zu bekommen. Als wir dort eintrafen stießen wir auf leicht bedröppelte aber hoffungsvolle Blicke. Wir schoben uns langsam neben die Andromeda, um nicht selber auch in diese Situation zu geraten. Nach einem beherzten Wurf von Pascal und dem Belegen der Schleppleine auf die Achterklampe versuchten wir nun gemeinsam unser Glück. Ein paar Stöße voraus bewirkten nichts, allerdings versuchten wir dann, die Andromeda seitlich herauszuziehen, was schlussendlich auch zum Erfolg führte. Die Andromeda war frei und wir konnten gemeinsam die Reise Richtung Warnemünde antreten.

Ein Sonnenaufgang auf dem Wasser

Nach erfolgtem setzen der Segel setzen wir Kurs hart am Wind, um das Verkehrstrennungsgebiet mit seiner Trennzone westlich zu passieren. Leider laufen die Bavaria´s in dieser Größe nicht sehr hoch am Wind, was dazu führt, das man den Am-Wind-Kurs nicht zwischen 30 – 45° am Wind fahren konnte, sondern wir uns eher bei 50° wiedergefunden haben. Genau diese Tatsache durchkreuzte unsere Pläne und wir mussten vor dem VTG mehrere Schläge, also Wenden machen, um dann das VTG zu passieren. Da der Wind einschlief und uns nun auf Bug blies, schmissen wir den 75PS-Motos an, holten die Segel ein und fuhren gegen die Welle bis zur Tonne, die die Außengrenzen des VTG markierten, um anschließend den Kurs auf Süd direkt nach Warnemünde abzusetzen. Wir ließen noch drei Frachter in das VTG reinfahren und machten uns auf den Weg.

Unterwegs zu den letzten Seemeilen des Törn fiel Katrin ein, dass wir unseren neuen Kugelfender noch taufen müssen. Aufgrund der Gleichberechtigung und einer Fülle von Namensvorschlägen einigten wir uns auf den Namen Bob, womit Katrin den Fender fix beschriftete. Ich holte eine Flasche Rum heraus und die Zeremonie begann. Ein paar nette Worte von mir als Skipper, ein Schuß Rum über den Fender und ein Spülgang mit Ostseewasser am Heck der Baltica wurde durch die Passagiere der vorbeifahrenden Fähre von Warnemünde Richtung Gedser aufmerksam beobachtet. Leider zerrte der Kugelfender beim Kontakt mit der Ostsee doch überraschend stark an mir und wollte die Ostsee gar nicht mehr loslassen. Schlussendlich hatten wir “Bob” aber dann doch wieder an Bord und die Taufe war vollbracht.

Erfolgreiche Taufe…
Zuschauer…

Beim Eintreffen im Hafen Warnemünde, auf den Marion uns zielstrebig zusteuerte, zeigte die Crew abermals, dass wir inzwischen gut eingespielt waren. Die Fender waren schnell befestigt und die Leinen klar. Da wir kurz vor Einfahrt in den Hafen das Anlegemanöver noch kurz besprochen hatten, klappte alles einwandfrei. Die Leinen waren schnell über und die Box, die uns die Crew der Andromeda bereitgehalten hatte, war bezogen. Netterweise wurde die Hilfsbereitschaft am Morgen noch durch eine kleine Aufmerksamkeit der Crew der Andromeda in Form von 22 Flaschen Hopfenbrause versüßt. Besten Dank dafür.

Der Törn war vorbei uns wir haben den letzten Abend gemütlich ausklingen lassen. Am nächsten Morgen noch schnell Tanken und das Boot unversehrt zurück geben…

Man achte auf den Spritpreis… Reine Abzocke… 🙂

An dieser Stelle möchte auch ich mich als Skipper abermals bedanken für eine Crew, die sehr lernwillig, aufmerksam, hilfsbereit und zielstrebig war. Wie auch im vergangen Jahr waren mit Annette, Dirk, Marion und Georg einige Crewmitglieder das erste Mal mit uns als Ostseestürmer auf der Ostsee. Ich muss von meiner Seite aus sagen, dass es wieder viel Spaß gemacht hat. Alle “nautischen” und alle “sozialen” Aufgaben wurden einwandfrei erledigt. Katrin als Co-Skipperin unterstütze mich super, Annette und Guido zauberten in unserer Küche jede Menge Leckereien und Dirk machte einen einwandfreien Job mit der Bordkasse. Marion sorgte dafür, dass alle Hygieneregeln und Hilfsmittel bereitstanden und befolgt wurden und Georg und Guido waren mit der technische “Instandhaltung” der Baltica erfolgreich in der Umsetzung.

Alles also absolut top. Vielen Dank dafür. Mir hat es Spaß gemacht und das ist es, was es machen soll, denn es ist Urlaub und so soll es sich auch anfühlen…

Beste Grüße und immer ne Hand breit Wasser unterm Kiel

André Leipold

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